Förderung für sechs neue ME/CFS-Studien
Forschungsprogramm der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS
Auch im Jahr 2026 fördert die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS wieder kleinere, aussichtsreiche Studien zur Erweiterung des Wissenstands zu ME/CFS. Es freut es uns sehr, dass dieses Jahr dank großzügiger Spenden ganze sechs Projekte mit einem Volumen von knapp 150.000 Euro gefördert werden können.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von krankheitsbedingt veränderten Prozessen im Gehirn und der Detektion entsprechender Biomarker für die Forschung und Überführung in die Praxis. Zur Entwicklung evidenzbasierter Empfehlungen werden zudem Projekte zum Thema Operation und Anästhesie und zur belastungsgerechten Einbindung von Patient*innen in Forschungsprojekte unterstützt. Die Ergebnisse dieser Studien können als Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten, z. B. im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen, dienen. Alle Projekte werden von Patient*innenvertretungen unterstützt.
Das steigende Interesse von Forschenden am Thema ME/CFS wurde dieses Jahr besonders deutlich: So konnte für diese Ausschreibungsrunde eine Verdopplung der eingegangenen Anträge verzeichnet werden. Erfreulich ist auch die zunehmende Anzahl von Forschungsvorhaben sehr hoher Qualität.
Weiteres zum Forschungsprogramm finden Sie hier. Im Folgenden finden Sie eine Kurzübersicht der geförderten Projekte.
Titel: Magnetresonanzspektroskopie bei ME/CFS: Entwicklung klinisch nutzbarer Biomarker für Diagnostik und Verlaufskontrolle
Projektleitung: Dr. Judith Bellmann-Strobl, Experimental and Clinical Research Center (ECRC), Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max Delbrück Center
Laufzeit: 12 Monate
Titel: MULTIMODAL – Multimodale neuroimmunologische Biomarker und Subtypisierung bei ME/CFS: Integration von struktureller und funktioneller Magnetresonanztomographie, Immunprofilen und leistungsbasierten Funktionsmaßen
Projektleitung: Prof. Dr. Carsten Finke, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Laufzeit: 6 Monate
Titel: Pupillometrische Untersuchung noradrenerger Arousalmodulation bei ME/CFS – Etablierung neurophysiologischer Biomarker für individualisierte Therapieansätze
Projektleitung: Dr. Claudia Schilling, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
Laufzeit: 18 Monate
Titel: Arterial Spin Labeling (ASL)-MRT zur Analyse der zerebralen Durchblutung bei ME/CFS
Projektleitung: Prof. Dr. Carsten Finke, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Laufzeit: 6 Monate
Titel: Peri-operatives und anästhesiologisches Management bei Patient:innen mit ME/CFS: Herausforderungen und klinische Implikationen (ME-ANE-PROTECT)
Projektleitung: Dr. Alexander Dejaco, Universitätsklinikum Regensburg
Laufzeit: 15 Monate
Titel: Belastungsbewusst forschen: Entwicklung eines Leitfadens zur Gestaltung qualitativer Interviews mit ME/CFS-Betroffenen (BeFoMECO)
Projektleitung: PD Dr. Christine Blome und Dr. Katharina Hense, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Laufzeit: 12 Monate


